Germanisten oder andere Literaturtheoretiker müssten nun Corona-Narrative untersuchen. Wo sind die Germanisten und Romanistinnen in den Talkshows, die uns erklären, warum in Frankreich eine Kriegsrhetorik funktioniert, während unser Bundespräsident Erfolg damit hat, Emmanuel Macron zu widersprechen und zu betonen, wir befänden uns eben gerade nicht im Krieg? Wo sind sie, wenn die Virologen ihre Zahlen feilbieten? Wo sind sie, wenn die Politiker ihre Massnahmen verkünden?

Markus Gabriel in der NZZ
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