»Spread«, verrät mir die Wikipedia, hat nicht nur eine virologische, sondern auch eine wirtschaftliche Bedeutung. Dort meint es die »Spanne, Spreizung oder Differenz zwischen zwei vergleichbaren ökonomischen Größen.« Gewinnspannen, Zinsniveauunterschiede, Kreditaufschläge, Renditedifferenzen. Spreads gibt es u.a. auch als Optionsstrategie im Termingeschäft: Hierbei wird auf sich V-förmig ändernde Kurse spekuliert. Man wettet gegen die Zeit entweder auf den Scheitelpunkt oder den Rückkehrpunkt in der V-Kurve. Wer den V-Verlauf korrekt vorhersagt, gewinnt.

Als Siegeszeichen wurde und wird das V wiederum von zwei Politikern besonders häufig benutzt: Vom Genosse-der-Bosse-Altkanzler-Schröder. Und Donald Trump.

Der hätte ja gerne jetzt, zu Ostern, sein Land wieder im Normalbetrieb gehabt; heute sagt er: »Eigentlich wäre es schön, das Land „mit einem großen Knall“ wieder zu öffnen.«

Den Kalauer, der einem dazu auf der Zunge liegt, niederzuschreiben, kann man sich sparen.

Stattdessen, was ich kürzlich hierzu in der Berliner Gazette las:

»Trump sagt es offen, alle anderen denken es geheim: Die Viruskurve hat die Aktienkurve und damit alle ökonomischen Kurven denormalisiert – der Krieg des Projekts der Moderne gegen den Virus wird gewonnen, wenn die Aktienkurve die Viruskurve schlägt. Alle Maßnahmen haben als erstes Ziel eine sogenannte V-Formation der Aktienkurve.«

Fortsetzung folgt
(Hier gehts zu V wie Vau Weh (1) und (2))


Übrigens, seit ein paar Tagen aktuelle Lektüre: Joshua Cohen: Buch der Zahlen. Frankfurt am Main: Schöffling & Co, 2018.

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