Das Zuvorkommende (I): Die aktuelle UNkunst

Aus aktuellem Anlass der allseits kontrovers diskutierten dOKUMENTA und der Frankfurter Koons-Ausstellung beginne ich hiermit eine kleine Serie von Exzerpten aus Wilfried Dickhoffs großartig-grollendem Kunstkritikbändchen Das Zuvorkommende. Die Thesen sind dermaßen auf die neuraligischen Punkte meines eigenen Kunstverständnisses formuliert, das sich Kommentare meinerseits meistenteils erübrigen. Wer deshalb gleich die Copyrightpolizei anrufen will, dem sei das Zitatrecht der Wissenschaft entgegengehalten; spätestens seit der Entdeckung des Higgs-Teilchens wissen wir ja,...

MISUK macht in Brecht-Mucke

Diese „ganz besondere Band mit dem Namen MISUK um die glamuröse Schauspielerin Eva Gold aus Augsburg“ habe ich...

Popeye glänzt

Logisch, dass ich mir die Frankfurter Ausstellung des Pop-Art-Hohepriesters Jeff Koons nicht entgehen lassen konnte. Zumal in der Verbindung mit dem von der Schirn angekündigten Bloggertreffen und Tweetup. Danke Schirn und Liebieghaus, für diese Initiative! Dennoch: sowohl als Verfechter des "Weniger ist mehr" als auch der Koons'schen Logik folgend, werde ich hier keinen Versuch unternehmen, mit einem irgendwie originellen Beitrag dazu zu glänzen. Sondern vielmehr die Blogger-"Werkstatt" sprechen...

Kunstorte zu Kirchen – mit Ideenterrorismus

Warum der UNkreativwirtschaft mit ihrer unverhältnismäßigen Niedriglohnausbeutung nicht von unerwarteter Seite begegnen? Wenn wir das Netztheater wollen, müssen wir dann nicht auch jenes wollen, was ich kürzlich in des Postdramatikers Utopie hineinkommentierte? In der Tat schafft sich die Kunst ja wirklich selber ab, von zwei Seiten ämlich: Einmal, weil sie beinahe nur noch Ware ist (man lese dazu die feine Kunstkritik Wilfried Dickhoffs: “Das Zuvorkommende”). Und dann, weil...

Popkultur ist die politisch und ökonomisch ungefährlichste Art, den Reichtum, der in den Oligarchien angesammelt wird, symbolisch an den Mittelstand weiterzureichen, und ebenso funktioniert sie als Speicher des Reichtums, der von einer Generation an die nächste gegeben werden kann. Markus Metz/Georg Seeßlen: Kapitalismus als Spektakel. Berlin: Suhrkamp, 2012, S. 33f.

Das Pop-Paradox

Das Eine "Pop ist immer Transformation, im Sinne einer dynamischen Bewegung, bei der kulturelles Material und seine sozialen Umgebungen sich gegenseitig neu gestalten" (Diedrich Diederichsen, Poptheoretiker) - siehe hier Das Andere "Harte Lebensbedingungen führten zur Bildung von Hochkulturen" (Nick Brooks, Archäologe) - siehe hier Das Paradox von Beidem "Hochkultur is powered by Wordpress" (Google Suchergebnis zum Stichwort "Hochkultur") - siehe hier Wer es noch unverständlicher wissen will, lese...

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