Performative Installation | Stadtraumintervention | Forschungstheater von red park. Frankfurt a.M., Implantieren Festival, 2018.

Recherchereise durch die Wasserhäuser Frankfurts
im Rahmen vom Implantieren Festival Frankfurt
von und mit: Jörg Thums, Tim Schuster, Steffen Popp, Anna Berger & Frank Bossert.
Recherche-Reise: 13.-31.08.2018
Hanging Out. Ein Stelldichein: 1.9.2018, 19.30 Uhr
Kuhwaldsiedlung. Trinkhalle, Funckstraße 54, 60486 Frankfurt am Main (Eintritt frei)
Symposion. Trinkgelage der Transformation
Schwanheim. Haltestelle Rheinlandstraße, Endstation Tram-Linie 12, 60529 Frankfurt (Eintritt frei)

Das Kollektiv red park begibt sich auf eine künstlerische Recherchereise durch den Kosmos der Frankfurter Wasserhäuschen und Trinkhallen und unterzieht die Stadt durch diese Fixpunkte einer neuen Lesbarkeit. Wie hoch steht das Wasser in Frankfurt? Steht es uns schon bis zum Hals?

Die traditionellen Frankfurter Wasserhäuschen wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert errichtet, um die Bevölkerung mit abgekochten Wasser zu versorgen, und, wie der Volksmund sagt, die Arbeiter zum alkoholfreien Trinken zu ermutigen. Welche Assoziationen, Bilder und Gedanken lassen sie heute entstehen?

Das Projekt entwickelte sich aus der „Populistenbeschimpfung“. In einer Veranstaltungsreihe an Wasserhäuschen hatten wir dabei festgestellt, daß das Wasserhäuschen-Publikum stets sehr neugierig war, solange wir unseren großen Tisch aufgebaut hatten, aber sich trotz unserer Einladungen immer zurückzog, wenn die Veranstaltung begann.

Deswegen beschlossen wir dieses Jahr, gezielt mit Menschen an Wasserhäuschen ins Gespräch zu kommen, um in Erfahrung zu bringen, was die Menschen dort bewegt und beschäftigt. Wir stellten ihnen etwas abgewandelt die vier Kant’schen Grundfragen:

  • Was kann ich wissen?
  • Was darf ich hoffen?
  • Was kann ich tun?
  • Und Was ist der Mensch?

Wir erhoben jeden Tag den Durschnitts-Wasserstand; in Schulnoten von 1-6 die Frage danach, wie es jeder interviewten Person persönlich geht und was die Person glaubt, wie es unserer Gesellschaft geht. Dazu operierten wir mit 6 Wasserkästen als Skala und schossen immer am Ende des Tages zwei Fotos. Am Ende unserer drei wöchigen Recherchephase, bei der wir 5 Tage pro Woche an Wasserhäuschen Umfragen machten, luden wir zu einem
Symposion als Abschlussveranstaltung ein, bei der wir unter einem Wasserfall aus Wasserkästen die Rechercheergebnisse verkündeten.


In Koproduktion von: IMPLANTIEREN 2018 – site specific festival frankfurt
Mit freundlicher Unterstützung durch: Kulturamt der Stadt Frankfurt

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