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Offenkundig gibt es, wie wir zeigen werden, kein Universum; es gehört zum Wesen der Welt, dass es mehrere Welten gibt, denn gäbe es nur eine, wäre sie das Universum. (Alain Badiou: Logiken der Welten. Zürich-Berlin: diaphanes, S. 122) Der Teil der Utopie, der uns am meisten zu sagen hat, ist also der, der der Machbarkeit den Rücken wendet. (Italo Calvino: Kybernetik und Gespenster. München/Wien: Hanser, S. 83) Wir...

Superflex

SCHAUSPIEL | PERFORMANCE.

GRANDDAME, die auf dem Markt nicht mehr vorkommt, aber einfach nicht ruhen will; JUNGEBLUSE, die ständig nervöse Businesskatze; FRISCHLING, der ehrgeizige Kerl mit Einser-Abschluß, den niemand anstellen will; und schließlich ALTERSACK, der Gemütliche, der nur selten dazu zu bewegen ist, sich zu bewegen… In ihren Identitäten als MEGAMOM, BUSYCAT, BODYSWITCH und MOBBYDICK treten diese vier Superhelden der Arbeit unter Einsatz ihrer Superkräfte in einen Wettbewerb um die vordersten Plätze. Wie weit lassen sie sich verbiegen, welche Tricks wenden sie an, um ans Ziel zu gelangen? Im Assessment-Verfahren, daß zugleich eine Unterhaltungsshow sein könnte, lernen die vier einiges über sich selbst und die Konkurrenz. Eine humorvolle und bissige Satire auf die kleinen Superhelden der Arbeit in unserer prekär gewordenen Welt. Mit Musik von Flextronic.

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von Lars Popp für 4 Superhelden der Arbeit und eine Stimme
mit Elfie Elsner, Vanessa Daun, Manfred-Paul Hänig, Alexander Ourth, Claudia Felix (Stimme) und Flextronic (Live-Sounddesign)
Ausstattung: Anne Wenzel
Licht: Klaus Pahlke
Regie: Steffen Popp
Premiere am 19.11.06 in der Diskothek Forum, in Co-Produktion mit dem Theater Trier
Weitere Vorstellungen: 21. und 26.11. / 03., 10. und 19.12. / 02., 07. und 14.01. / 21.02. //
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Cordelia kann auch anders

SOLO THEATRALICO.

Cordula Streitzig, eine junge Schauspielerin auf der Suche nach dem nächsten Engagement, findet sich unverhofft – eine Tüte auf dem Kopf, die Hände an einen Stuhl gefesselt – in einem leeren Raum wieder. Gerade wollte sie das Vorsprechen beginnen und sich präsentieren. Doch nun muß sie feststellen, daß man sie gefangen und ihr eine Frist gesetzt hat. Cordula, obwohl niemand ihr antwortet, bleibt nichts übrig, als zu improvisieren. Denn welches Schicksal droht ihr, wenn die Zeit um ist, und sie sich vor ihren unsichtbaren Beobachtern nicht bewiesen hat?

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von Lars Popp mit Texten von Augustinus, Brentano, Euripides, Nietzsche, Racine, Schiller
mit Vanessa Daun
Regie: Steffen Popp
Premiere am 22.04.06 im Grabungsmuseum Coburg
Weitere Vorstellungen: 23., 24. und 30.04. / 01.05.
Produzent: Cross Art e.V., Coburg
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Mallpassant.

PERFORMANCE | HÖRTHEATER.

Was passiert, wenn ein Schriftsteller im Zeitalter des Samplens und Klonens am Genie- und Einzigartigkeitsbegriff des vorvorletzten Jahrhunderts festzuhalten versucht? Wie findet Identität ihren Weg zwischen Selbst- und Fremdbestimmung, zwischen Gedächtnis und Vergessen? Entstehen Ich-Doppelgänger durch Syphilis? Läßt sich der Wahnsinn des kreativen Prozesses theatral übersetzen? Ausgehend von Biographie und Werk des französischen Schriftstellers Guy de Maupassant (1850-1893), der im Glauben verstarb, von einem zweiten Ich okkupiert worden zu sein, unternimmt mallpassant. die Reise in den Kopf eines fiktiven Schriftstellers von heute. Die Stimmen von Freund, Mutter, Diener und Engel gewähren Einblick in den Abgrund seines Denkens und seiner Geschichte, während er sein letztes Werk “Der Engel”, das seinen Weg in den Wahnsinn beschreibt, abzuschließen versucht. mallpassant. ist ein Spiel mit dem Klang der Sprache, ein Wettstreit zwischen Hören und Sehen – und ein Exkurs über das Schreiben und die menschliche Psyche.

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von Lars Popp, frei nach Motiven im Werk von Guy de Maupassant
mit
Thomas Lackner

Produzenten: Cross Art e.V., Coburg und Institut für Angewandte Theaterwissenschaften der JLU Giessen
Regie: Steffen Popp
Premiere am 01.05.01, Probebühne des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaften der JLU Giessen
Weitere Vorstellungen: 03.und 05.05.01 – Schwarzer Bär, Coburg-Beiersdorf / 18. und 19.07.01 – Hamburger Kammerspiele (Festival “die Wüste lebt”) / 21.07.01 – Waggonhalle Marburg (Festival “Theatermaschine”)
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