Neues von der UNKunst 2

Neulich in Georg Seeßlens Blog "Das Schönste an Deutschland ist die Autobahn": Auf dem Weg zu einem fragmentarischen Theorem zum Vergnügen am Unsinn der Kunsttheorien Weitere Bemerkungen zur Theorie der Kunst Und in der "Berliner Gazette": Werner Herzog auf Kickstarter: Von der Unordnung der Kunst im Zeitalter neoliberaler Logik

Neues von der UNkunst

Passend zu 09/11, das Stockhausen ja bekanntlich als größtes Kunstwerk bezeichnet hat, mal wieder zwei Hinweise zur Frage: Was macht die Digitalisierung mit der Kunst? Dirk von Gehlen nämlich postete neulich ein vielsagend-witziges Video von Buzzfeed weiter, das zu visualisieren versucht, was passiert, "If The Art World Had To Deal With YouTube Comments". Und auf golem.de war mal wieder von kreativen Maschinen zu lesen, die bald den Menschenkunsthandwerker...

UNdialektik

Dies erlaubt zu sagen, dass es seit Hegel kein anderes philosphisches Hauptproblem gibt als dasjenige, die Dialektik ihrerseits zu konvertieren, zu versetzen oder zu ersetzen, zu zerbrechen oder zu dekonstruieren. Ob es um die Revolution geht oder um den entzogenen Tod, um die Liebe, um die Kunst oder um die Ökonomie, es handelt sich immer um die gleiche Problemstruktur: Es gibt einen Überschuss an Negativität, einen Verlust oder...

Das Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst

Es geht um eine Kunst, die Anfänge anzeigt, wo Nihilismus herrscht, eine Kunst, die Modelle zuvorkommender Freiheit vor Augen führt und trotz allem, was dagegen spricht, eine anfängliche Entscheidung aufruft, eine immer wieder »erste Sprechweise, eine der Frage vorausgehende, zuvorkommende Antwort, Verantwortung für den Nächsten, die durch ihr ›für-den-Anderen‹ das ganze Wunder der Gebens ermöglicht.«
Das Zuvorkommende, diese Geste der Verantwortung eines in sich zerrissenen anfänglichen Sprechens, ist das Unverhoffte der Kunst. Kunst ist eine jeder Frage zuvorkommende Antwort für den Anderen. Continue readingDas Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst

Das Zuvorkommende (VI): Die UNfreiheit der Kunst

Freiheit als Freiheit für den anderen, als Verantwortung der Personalisierung, in dessen Verlauf der Mensch versucht, etwas aus dem zu machen, wozu man ihn gemacht hat? (...) Die Annahme eines Für-den-anderen des Subjekts könnte hierbei hilfreich sein, denkt sie doch das Subjekt als ein vom anderen (Menschen) her entfacht und so immer schon als verantwortlich. (...) Eine Verantwortung der Form für den Anderen befreit das Künstlersubjekt von der...

Das Zuvorkommende (V): Die UNtopie der Kunst

Das Unmögliche hat nichts mit der Utopie zu tun. Utopie ist Projektion eines Imaginären ins Unwirkliche einer Zukunft die es nicht geben wird. Das Un-Mögliche ist demgegenüber eine Figur des Wirklichen. Kunst, die sich dem stellt, ist eine weder idealistische noch realistische Parade des Un-Möglichen im Hier und Jetzt. (…) Das heißt aber nicht, das Unmögliche sei als nur scheinbar unmöglich zu erweisen und derart ins Reich des Möglichen aufzunehmen. Das Unmögliche ist und bleibt unmöglich; nur als solches ist es das, was wirklich zählt, zum Beispiel die Machtlosigkeit, die Gerechtigkeit, die Freiheit, die Gabe und all das, was wirklich zählt, in der Kunst und im wirklichen Leben. (…) »Wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen« (Friedrich Nietzsche). Und ich möchte hinzufügen: der Schrecken der Wahrheit ist die Wahrheit der Kunst. Continue readingDas Zuvorkommende (V): Die UNtopie der Kunst

Das Zuvorkommende (IV): Kunst als paradoxe UNterbrechung

Wer eine Entscheidung fällen will, wer eine Verantwortung übernehmen will, muss also diese brechen, ablenken, unterlaufen, unterscheiden, differenzieren, verändern - das heißt das Unmögliche erfinden. (...) Aber kann Kunst das Unmögliche erfinden? (...) Einige dieser Arbeiten sehen aus, als ob sie möglich wäre: eine Kunst als Gegenärtigkeit von Intensitätsdifferenz, als nicht metaphysische Präsenz von Differenz, als eine intensive Anwesenheit, die nicht aufhört, die Unmöglichkeit von Gerechtigkeit, Freiheit und...

Das Zuvorkommende (III): Die soziale UNsozialität der Kunst

Eine Kunst, die sich eine[r] solchen [Abstraktion des Kapitals] verschreibt, ist eine Kunst des Unmöglichen, schwankend zwischen ihrem Wunsch nach Selbstabschaffung, der sich in Praktiken der Entwerkung zeigt, die ihre Form in unvorhergesehenen Differenzbildungen findet und ihrem Insistieren auf der sozialen Funktion ihrer a-sozialen Autonomie. Continue readingDas Zuvorkommende (III): Die soziale UNsozialität der Kunst

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