Angst übersteigt Hoffnung in deutschen Büchern

Zuerst hatte Frank Schirrmacher die Grafik heute morgen getweetet, ich entdeckte  sie dann beim Kotzenden Einhorn. Und sie veranschaulicht einfach dermaßen gut das Heraufziehen einer Wechselwetterwolkenstimmung in unserer aktuellen spätkapitalistischen Lebenswelt (zudem noch anhand deutscher Literatur), dass ich sie hier einfach gleich nochmal posten muss: Ursprünglich stammt die Grafik von Googles Ngram-Viewer; dort kann man auch noch ein bisschen daran herumspielen. Zum Vergleich: das wird für "fear, hope"...

UNkreativwirtschaft

Wer es noch nicht mitbekommen hat: Den heutigen Tag hat der Deutsche Kulturrat zum Aktionstag "Wert der Kreativität" erklärt. Deshalb ist es vielleicht noch eimal wert, daraufhin zu weisen, dass nicht so sehr die sogenannte "Kostenlosmentalität" der Netzgemeinde Kreativarbeiter immer stärker um ihre Verdienste prellt, sondern vielmehr die systemischen Abschöpfungsmechanismen von Arm zu Reich sich eben heutzutage immer mehr auf immaterielle Arbeit konzentrieren. (Kurze Werbeeinblendung: eben darum geht...

Da er weiß, dass man keine Erinnerung an ein Buch haben kann, das man nicht selbst gelesen hat, kommt er zu dem Schluss, dass an jenem Abend auf der Goose Fair etwas Übernatürliches mit ihm geschehen sein muss. Aber er weiß einfach nicht, was es war. Und da er keine angemessene Erklärung dafür hat, macht er etwas ganz und gar Viktorianisches und beginnt damit, die Teile der neuen Welt, der er begegnet ist, zu etikettieren und zu klassifizieren. Dieser anderen Welt gibt er den Namen "Troposphäre", den er bildet, indem er das Wort "Atmosphäre" - ein Kombination der griechischen Wörter für "Dunst" und "Kugel" - nimmt und die unbekannten Dünste durch etwas Solideres ersetzt: das griechische Wort für Gestalt, tropos. (...) Um mir die Zeit zu vertreiben, öffne ich den Netzbrowser und suche nach dem Wort Troposphäre. Ich erwarte nicht, dass irgendetwas dabei rauskommt, aber dann stelle ich fest, dass das Wort exisitiert. Es ist ein Teil der Erdatmosphäre, und zwar der, wo das meiste Wetter vorkommt. Konnte Lumas das übersehen haben? Ich war davon ausgegangen, dass er sich das Wort ausgedacht hatte. Ich schaue im Oxford Dictionary nach, da steht, dass es zum ersten Mal im Jahr 1914 nachgewiesen ist. Also hat Lumas es in die Sprache eingeführt, aber niemand hat Notiz davon genommen. Aber warum auch? Schließlich ist es nur ein Roman. Scarlett Thomas: Troposphere. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 2008, S. 94f. und 125f.

Lars las auf der Luminale

[two_columns_one] [caption id="attachment_1142" align="alignnone" width="300" caption="Lars und Zuhörer (© Stadtbibliothek Offenbach)"][/caption] [/two_columns_one][two_columns_one_last] [caption id="attachment_1144" align="aligncenter" width="300" caption="Lars mit Hüftstütze (© Stadtbibliothek Offenbach)"][/caption] [/two_columns_one_last][two_columns_one] [caption id="attachment_1142" align="alignnone" width="200" caption="Lars und Theresa im Wechsel (© M. Graf)"][/caption] [/two_columns_one][two_columns_one_last] [caption id="attachment_1142" align="alignnone" width="200" caption="Theresa illuminiert (© M. Graf)"][/caption] [/two_columns_one_last] Ein herzliches Dankeschön für die Ermöglichung eines leuchtenden Abends im Offenbacher Bücherturm, der allen Anwesenden viel Spaß gemacht hat: an die Luminale,...

Eine ungewöhnliche Prognose gibt das österreichische Club-of-Rome-Mitglied Karl Wagner ab: Er sagt eine Revolution in den 2020er Jahren voraus, wenn der jungen Generation der Geduldsfaden reiße, weil sie nicht länger die Umweltlasten der alten tragen wolle - vergleichbar mit der von 1848 gegen das feudale Herrschaftssystem. So werde die Kultur des Konsums umschwenken auf nachhaltigeres Wirtschaften. SPON: Club-of-Rome-Bericht - Forscher zeichnen düsteres Bild der Zukunft
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