Neues von der UNkunst

Passend zu 09/11, das Stockhausen ja bekanntlich als größtes Kunstwerk bezeichnet hat, mal wieder zwei Hinweise zur Frage: Was macht die Digitalisierung mit der Kunst? Dirk von Gehlen nämlich postete neulich ein vielsagend-witziges Video von Buzzfeed weiter, das zu visualisieren versucht, was passiert, "If The Art World Had To Deal With YouTube Comments". Und auf golem.de war mal wieder von kreativen Maschinen zu lesen, die bald den Menschenkunsthandwerker...

Echo auf’s Büchnerfestival

Schönes Echo von Wilhelm Roth auf BÜCHNER international von der Deutschen Bühne im Heft 08/13: Überblickt man die sechs Produktionen aus aus sechs Ländern sowie als siebtes Beispiel "Woyzeck" aus Israel bei den Maifestspielen in Wiesbaden, so drängt sich der Gedanke auf, vielleicht ist nicht Faust, sondern Woyzeck die zentrale Figur des deutschen Theaters. (...) Das Gießener Festival Büchner international hat gezeigt, wie spannend es sein kann, ein...

Zunächst einmal bleibt zu attestieren, dass da etwas total schief gelaufen ist mit dem Internet. Da lagen Potentiale drin, aber es scheint mittlerweile komplett erfasst von der schnöden Logik des Kapitals, da scheint nur noch die schwarze Sonne der Langeweile. Vielleicht sollte man sich davon abwenden. Hans-Christian Dany: "In einer Utopie der Idioten sehe ich die größte Gefährdung für die kapitalistische Maschinerie" - TELEPOLIS
Das ist natürlich Rhetorik. Deshalb lasse ich das auch mal so unkommentiert zum Nachdenken stehen. Zumindest für Facebook kann ich aber sagen, dass es mich mal wieder im Finger juckt, meinen Account zu löschen. Einerseits, weil ich nach arbeitserzwungener Abstinenz im halten Jahr aktuell nicht so recht wieder reinfinde. Vielmehr sogar feststelle, dass ich es kaum vermisse und die wiedergewonnene Zeit anderweitig gut zu nutzen weiß. Und dann kam noch diese neueste Meldung von netzpolitik.org über die neuesten Änderung der Nutzungsbedingungen, die Nutzer endgültig zu Werbeträgern macht. Aber wahrscheinlich bleibe ich dann doch dabei. Wie ihr alle. Nachtrag am 06.09.:  Nun bezieht also auch Günther Grass Position:
„Ich wundere mich, dass nach diesen neuesten Erkenntnissen nicht Millionen Menschen von Facebook und all dem Scheißdreck distanzieren“.
Na, wenn der das sagt! Oder will er nur konservative Stimmen zur SPD locken? ... ;-) Den Regierungswechsel werden sie wohl trotzdem nicht schaffen ...

UNdialektik

Dies erlaubt zu sagen, dass es seit Hegel kein anderes philosphisches Hauptproblem gibt als dasjenige, die Dialektik ihrerseits zu konvertieren, zu versetzen oder zu ersetzen, zu zerbrechen oder zu dekonstruieren. Ob es um die Revolution geht oder um den entzogenen Tod, um die Liebe, um die Kunst oder um die Ökonomie, es handelt sich immer um die gleiche Problemstruktur: Es gibt einen Überschuss an Negativität, einen Verlust oder...

Re-Redesign

Zurück aus dem Urlaub: Nach dem großen Umzug auf Wordpress letztes Frühjahr habe ich die Sommerferien heuer für ein weiteres kleines Theme-Update genutzt. Statt Elmastudios "Pohutukawa" kommt nun das neuere "Baylys" zum Einsatz. Es unterscheidet sich nur in kleinen Details von seinem Vorgänger, aber in für mich entscheidenden. Abgesehen von der ästhetischen Anmutung nämlich steht jetzt mit der Palette ein übersichtliches Portfolio der Projekte zur Verfügung, außerdem werden...

Festivalkater und finales Buchkämmen

Es ist geschafft! Ich leihe mir die Worte meiner Orga-Kollegin Julia Hansleimer: 13 Nationen, 66,871km Anreise aus aller Welt, 239 Gastkünstler (davon: 165 aus dem Ausland), 81 Veranstaltungen, 116.432 Telefon-Minuten, 10.745 Mails, 478,6 Liter Kaffee, 63 Versionen Grob-Dispo, 11 Korrekturfahnen Deckblatt Arbeitsbuch, 8.748 Blatt Papier, 42.500 Flyer, 367 kopierte CD/DVDs, 9 Tage Festival, durchnschnittlich 40h Schlaf ... Ich benötigte erstmal ein paar Tage, um in den Alltag zurückzufinden...

Liebe Alle, lange gab es hier nix mehr zu hören. Das hat natürlich seine Gründe.

Das Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst

Es geht um eine Kunst, die Anfänge anzeigt, wo Nihilismus herrscht, eine Kunst, die Modelle zuvorkommender Freiheit vor Augen führt und trotz allem, was dagegen spricht, eine anfängliche Entscheidung aufruft, eine immer wieder »erste Sprechweise, eine der Frage vorausgehende, zuvorkommende Antwort, Verantwortung für den Nächsten, die durch ihr ›für-den-Anderen‹ das ganze Wunder der Gebens ermöglicht.«
Das Zuvorkommende, diese Geste der Verantwortung eines in sich zerrissenen anfänglichen Sprechens, ist das Unverhoffte der Kunst. Kunst ist eine jeder Frage zuvorkommende Antwort für den Anderen. Continue readingDas Zuvorkommende (VII): Das UNverhoffte der Kunst

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