Biedermann und die Brandstifter

SCHAUSPIEL.

Es herrschen gefährlichen Zeiten. Brandstifter treiben ihr Unwesen. Sie arbeiten immer nach der gleichen Methode: Hausierer, die sich auf dem Dachboden einnisten – und irgendwann brennt es. Gottlieb Biedermann, seines Zeichens Haarwasserfabrikant, lebt nach klaren Regeln und dazu gehört die notwendige Unbarmherzigkeit des Geschäftsmanns. Doch eines Tages steht der angebliche Ringer Schmitz vor der Tür und schmeichelt Biedermanns Tatkraft und Humanität. Biedermann gefällt sich in der Rolle des Menschenfreundes und lässt den Bittsteller bei sich zu Hause übernachten. Damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Und Biedermann verschließt die Augen vor dem, was nicht sein darf.


von Max Frisch
mit Sabine Brandauer, Barbara Ullmann, Alina Wolff, Christian Miedreich, Klaus-Michael Nix, Tim Olrik Stöneberg
Ausstattung: Rahel Seitz
Dramaturgie: Sylvia Martin
Regie: Steffen Popp
Premiere am 26.10.14 am Stadttheater Trier, Großes Haus
Weitere Vorstellungen: 01., 05., 11., 14., 19., 24. und 31.10.14 / 07., 09. und 28.11. / 27.12. // Gastspiel beim Festvial “Total Theatre” am 20. und 21.11. in Luxemburg, Theatre National //


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Kabale und Liebe

SCHAUSPIEL | HÖRTHEATER.

Der Haussegen hängt schief bei Familie Miller. Tochter Luise hat mit dem jungen Adligen Ferdinand von Walter angebändelt. Ihr Vater findet diese Schwärmerei und all das neumodische Gedankengut in Luises Kopf völlig abwegig. Auch Ferdinands Vater, dem Präsidenten, passt die junge Liebe nicht ins Konzept. Sein Sohn soll Lady Milford, eine abgelegte Mätresse des obersten Vorgesetzten, heiraten und damit die Kontakte zum innersten Kreis der Macht festigen. Doch Ferdinand denkt nicht daran. Er will weder die Milford noch eine Andere aus der High Society zur Frau. Er will Luise. Da hilft nur ein Intrigenspiel, eine Kabale! Und der richtige Mann dafür ist Wurm, der Sekretär des Präsidenten. Er ist chancenlos verliebt in Luise, und das ist Grund genug, die jungen Liebenden auseinander zu treiben. Ferdinand lässt sich täuschen. Aus zärtlicher Verehrung wird rasende Eifersucht. Und Luise schweigt. Die Väter und Politiker können Herzen und Köpfe der jungen Generation nicht mehr erreichen. Luise und Ferdinand aber, die beiden Liebesextremisten und Gedankenspieler, bewegen uns – auch und gerade durch ihr Scheitern – bis heute.

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von Friedrich Schiller
mit Shari Asha Crosson, Hergart Engert, Claudia Felix, Joachim Berger, Pabblo Guaneme Pinilla, Gabriel Rodriguez, Andreas Spaniol, Georg Strohbach
Ausstattung: Amelie Hensel
: Oliver Augst, Marcel Daemgen
Dramaturgie: Barbara Noth
Regie: Steffen Popp
Premiere am 10.01.14 am Rheinischen Landestheater Neuss, Schauspielhaus
Weitere Vorstellungen: 12., 14., 15., 20., 21., 28., 31.01.14 / 02., 03., 13., 14.02. / 05., 26., 29.03. // Wiederaufnahme!: 19.10. / 18.11. / 11.12. // 28.01.15 //
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Eine schöne Nikolaus-Bescherung: Das Theater Trier scheint vorerst aus der Sparkurs-Schusslinie zu sein. Deutlich gestiegene Zuschauerzahlen der letzten Spielzeit haben das ermöglicht. Natürlich freut mich dabei besonders, das meine PHYSIKER einen gewissen Anteil daran gehabt zu haben scheinen:
Wobei freilich die durchaus unkonventionell inszenierten "Physiker" der eindeutige Favorit waren.

Kunstorte zu Kirchen – mit Ideenterrorismus

Warum der UNkreativwirtschaft mit ihrer unverhältnismäßigen Niedriglohnausbeutung nicht von unerwarteter Seite begegnen? Wenn wir das Netztheater wollen, müssen wir dann nicht auch jenes wollen, was ich kürzlich in des Postdramatikers Utopie hineinkommentierte? In der Tat schafft sich die Kunst ja wirklich selber ab, von zwei Seiten ämlich: Einmal, weil sie beinahe nur noch Ware ist (man lese dazu die feine Kunstkritik Wilfried Dickhoffs: “Das Zuvorkommende”). Und dann, weil...

UNverhältnismäßig?

Intendantengehälter vs. Normalvertrag Bühne - die kürzlich berichtete Erhöhung des Frankfurter Intendantensalärs, hoffentlich löst sie, wie hier auf Nachtkritik, eine längst fällige Debatte auch in der Breite aus. Vor allem gemeinsam mit dieser heutigen Meldung über 427 Euro Rente. Absurde Lohnspannen (anderswo nannte ich es UNkommen) sind nicht nur ein Bankenphänomen ... sondern eben die Auswüchse der UNkreativwirtschaft.

Das Theater des 21. Jahrhunderts steht vor der Herausforderung, sich zu einer Institution zu entwickeln, in der das Internet inkorporiert ist. Ein Ort, an dem sich die immaterielle Arbeit materialisiert bzw. zeigt. Alexander Karschnia: "Post-Performerism as a way of Life oder das Theater der Produktion des Lebens". In: Jan Deck, Angelika Sieburg (Hg.): Politisch Theater machen. Bielefeld: Transcript, 2011, S.  100f.

Redesign!

Uff: Nach anderthalb Wochen mit viel Nackensteife ist der Homepage-Umzug auf WordPress vollzogen, das Wichtigste funktioniert. Da und dort sind noch ein paar Kleinigkeiten zu machen und der eine oder andere fehlerhafte Link könnte auch noch auftauchen. Dafür gibt’s nun ein Design, dass etwas flotter im Aufbau, zugänglicher und zeitgemässer und auch auf Mobilgeräten gut lesbar ist. Continue readingRedesign!

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