UNbücherlisten

Ich liebe Listen. Weil sie etwas Vergebliches versuchen: Ordnung in etwas zu bringen, was sich dem doch stets entzieht. So fand ich auch die Bloggeraktion "Die neuen 100 Lieblingsbücher der Deutschen" eine schöne Idee. Wenn auch von vorneherein klar war, was sich da so an Ringeherren und Zauberlehrlingen auf den vordersten Plätzen finden würde. Als das Ergebnis nun verkündet wurde, war ich aber doch erschrocken. Douglas Adams, Michael...

Theatertoyotatollwuttext

Künstler – was die tun, kann man nicht Arbeit nennen. Gustave Flaubert: Wörterbuch der Gemeinplätze. Zürich. Hafmans, 1998 Hallo, hier spricht der Autor! Damit ich auch mal für 15 Minuten hier vorkomme! Damit hier auch mal ein Mann vorkommt! Noch stellen wir schließlich die Mehrheit auch in der Kreativwerkbranche! Okay, eigentlich ja der Herr vom KBB. Künstlerisches Betriebsbüro. Also Verwaltung. Durch mich gehen eigentlich so alle Abläufe hindurch....

UNunterbrochen das Universum ändern

Auch ein schönes Beispiel für meinen neuen tag Realexistierender Fiktionalismus: Wenn ich jetzt die Vernetzung in ein globales, nein, ein universales Verhältnis setze, ich bin vernetzt mit dem Universum, als, jetzt werde ich, wie sie sehen, das Universum ändern. [Dreht an seiner Uhr.] Haben Sie gesehen: anderes Universum, anderes Universum. Wenn man das versteht, daß man ununterbrochen das Universum ändert, fühlt man sich ganz anders - im Universum....

Aktienkurse im Ereignishorizont des Sommerlochs!

Qualitätsjournalismus - und die Folgen. Liest du hier. --- Update am 18.08. Georg Seeßlen hat es auch gerade sehr schön im Freitag gesagt: Statt Fakten werden einfach Nachrichten geschaffen, die schaffen dann schon die Fakten. Im Medienkapitalismus kann am Ende eine Wirtschaftskrise durch eine Nachrichtenkrise ausgelöst werden. Zum Beispiel durch das Zusammentreffen von Bundesligapause, Schlechtwetter und ausbleibenden Terroranschlägen.

UNKontrolle

Schreiben bedeutet Kontrolle. Aber gleichzeitig geht es auch darum los zu lassen, denn wunderbare Dinge geschehen während man schreibt. Du weißt nicht, was als nächstes passiert. Dafür musst Du es außer Kontrolle geraten lassen. Wenn man es völlig kontrolliert, wenn man es durchplant, stirbt es. Dann hat es keine Seele. Es wird zu einem leblosen Ort. Darum liebe ich es zu schreiben. Ich möchte wissen, was als nächstes...

Die Genrefrage: Neuer Slipstream Fabulismus oder kybernetische Lexikofiktion?

Gerade im Begriff, das letzte Kapitel meines Haus der Halluzinationen in Angriff zu nehmen, beschäftigt mich mal wieder sehr die von mir geflissentlich ignorierte Frage, welches Genre-Etikett ich ihm aufpappen könnte, um ihn besser unter die Leute bringen zu können. Alle meine Wechselwetterwolken-Romane weisen ja einen gewissen phantastischen Einschlag auf, jedoch ohne SF oder gar Fantasy zu sein (dort ist die Phantastik dominant), beschäftigen sich inhaltlich und formal...

Back to Top