Das nächste Level des digitalen Buches

… steht in den Startlöchern.

Neulich schrieb ich einen Einwurf zur Ebook-Kontroverse, wo ich monierte, dass das Ebook aus meiner Sicht derzeit künstlerisch noch wenig attraktiv ist, wenn man nicht einfach nur Inhalte transportieren, sondern mit dem Medium auch formal spielen will. In einem Kommentar bei Buch&Netz lamentierte ich über das Dauergescrolle bei ansonsten vielversprechenden neuen Buch-Zuerst-im-Netz-Initiativen wie pressbooks oder substance.io. Denn so richtig und wichtig es mir scheint, das Bücher mehr und mehr direkt im Internet abgebildet werden bzw. dort in einer Opensource-Variante erstpubliziert werden, so sehr hänge ich auch an dem Gefühl des Blätterns, was mir zugleich auch den Text komfortabler unterteilt, als eine ewige Srollbar. Und eben auf Tablets, zu denen der Trend ja sowieso noch zunehmen wird, einfach sehr viel komfortabler zu bedienen ist. Continue readingDas nächste Level des digitalen Buches

Die Aufgabe

Wir wälzen. Vor uns der Gipfel. Wir sind keine Opfer unserer Verhältnisse, wir sind Subjekte! Unsere Strafe ist keine Strafe. Wir wälzen. Vor uns der Gipfel. Wir wollen das. Wir führen ein selbstbestimmtes Leben. Wir verantworten uns vor uns selbst. Wir sind selbstverantwortlich. Wir haben uns Freiheiten genommen, widersprochen. Und das auch noch performativ. Klar hat das Folgen. Continue readingDie Aufgabe

Das UNsoziale Buch – Ein Einwurf zur E-Book-Kontroverse

Kaum ist die Buchmesse vorbei, rauscht es ganz schön im digitalen Blätterwald zum Thema E-Book. Vor allem nachdem Helge Malchow (KiWi) dem Verlags-Newcomer Amazon viel Glück wünschte. Unbedingt querzulesen ist die Diskussion bei Kathrin Passig auf Google+, einer meiner Lieblingskommentare dort von Guenther Hack:

Deutschsprachige Literatur unterhalb der durchdesignten Bestseller wird es schon in sehr kurzer Zeit nur noch als E-Book geben. In fünf Jahren, schätze ich mal.

Ist das jetzt ein hoffnungsvoller oder ein resignierter Ausblick? Continue readingDas UNsoziale Buch – Ein Einwurf zur E-Book-Kontroverse

Theatertoyotatollwuttext

Künstler – was die tun, kann man nicht Arbeit nennen.
Gustave Flaubert: Wörterbuch der Gemeinplätze. Zürich. Hafmans, 1998

Hallo, hier spricht der Autor! Damit ich auch mal für 15 Minuten hier vorkomme! Damit hier auch mal ein Mann vorkommt! Noch stellen wir schließlich die Mehrheit auch in der Kreativwerkbranche! Okay, eigentlich ja der Herr vom KBB. Künstlerisches Betriebsbüro. Also Verwaltung. Durch mich gehen eigentlich so alle Abläufe hindurch. Im Theater funktioniert das nämlich gar nicht anders als bei Toyota. Nur liefern wir nicht kontinuierlich Qualität wie die, warum auch immer. Continue readingTheatertoyotatollwuttext

UNunterbrochen das Universum ändern

Auch ein schönes Beispiel für meinen neuen tag Realexistierender Fiktionalismus: Wenn ich jetzt die Vernetzung in ein globales, nein, ein universales Verhältnis setze, ich bin vernetzt mit dem Universum, als, jetzt werde ich, wie sie sehen, das Universum ändern. [Dreht an seiner Uhr.] Haben Sie gesehen: anderes Universum, anderes Universum. Wenn man das versteht, daß man ununterbrochen das Universum ändert, fühlt man sich ganz anders - im Universum....

Aktienkurse im Ereignishorizont des Sommerlochs!

Qualitätsjournalismus - und die Folgen. Liest du hier. --- Update am 18.08. Georg Seeßlen hat es auch gerade sehr schön im Freitag gesagt: Statt Fakten werden einfach Nachrichten geschaffen, die schaffen dann schon die Fakten. Im Medienkapitalismus kann am Ende eine Wirtschaftskrise durch eine Nachrichtenkrise ausgelöst werden. Zum Beispiel durch das Zusammentreffen von Bundesligapause, Schlechtwetter und ausbleibenden Terroranschlägen.

Back to Top